Moderne professionelle Schädlingsbekämpfung gefährdet Haustiere nicht. Durch den Einsatz nichtflüchtiger Ködergele gegen Schaben und Ameisen müssen Haustiere die Wohnung nicht einmal verlassen. Sind Sprühbehandlungen gegen Flöhe nötig, gilt eine Wartezeit von 3 bis 12 Stunden vor Wiederbetreten, gefolgt von gründlichem Lüften. Katzen dürfen niemals mit nassem Permethrin in Berührung kommen.
Das Zusammenleben mit Haustieren in Wohnungen und Ferienhäusern in Alicante und an der Costa Blanca ist weit verbreitet. Wenn Kakerlaken, Flöhe, Zecken oder Bettwanzen ein Zuhause mit Hunden oder Katzen befallen, ist die Sorge der Besitzer vor Vergiftungen durch Schädlingsbekämpfungsmittel vollkommen verständlich.
Haussäugetiere weisen biologische Besonderheiten auf, die ihre Exposition gegenüber Bioziden erhöhen: Sie laufen barfuß, schnüffeln an Sockelleisten, nehmen am Boden liegende Gegenstände auf und putzen ihr Fell durch ständiges Lecken. Aus diesem Grund ist der unbedachte Einsatz von Supermarkt-Insektiziden die Hauptursache für akute Vergiftungen im tierärztlichen Notdienst.
Ein im amtlichen ROESB-Register eingetragenes Fachunternehmen prüft stets die Anwesenheit von Haustieren, bevor Wirkstoffe ausgewählt werden, und bevorzugt Ködergele und thermische Verfahren ohne jedes Vergiftungsrisiko für Wirbeltiere.
Katzen besitzen einen angeborenen Mangel an Glukuronosyltransferase-Enzymen in der Leber. Sie können synthetische Pyrethroide (wie Permethrin) nicht abbauen, was bei Kontakt zu schweren Nervenstörungen und Krampfanfällen führen kann.
ROESB-zertifizierte Schädlingsbekämpfer wählen daher in Katzenhaushalten gezielt pyrethroidfreie Alternativen oder rein mechanisch-thermische Verfahren.
| Verfahren | Zielschädling | Verlassen der Wohnung nötig? | Sicherheitswartezeit |
|---|---|---|---|
| Präzisions-Ködergel | Kakerlaken, Ameisen | Nein (Kein Auszug) | Sofort zugänglich (in unzugänglichen Spalten) |
| Flüssigsprühmittel | Flöhe, Zecken, Käfer | Ja (Pflicht) | 4 bis 6 Stunden + 30 Min. Durchlüften |
| Kaltnebelverfahren | Extremer Befall | Ja (Pflicht) | 12 bis 24 Stunden Sicherheitsabstand |
| 180°C Thermodampf | Bettwanzen | Reine Hitze | Sofort nach Abkühlung wieder nutzbar |
Nach Ablauf der im offiziellen Sicherheitszertifikat angegebenen Wartezeit gelten folgende Richtlinien:
Gründliche Querlüftung: Der Wohnungsinhaber betritt das Gebäude zunächst allein, öffnet alle Fenster und Türen vollständig für mindestens 45 bis 60 Minuten, um einen intensiven Luftaustausch zu gewährleisten.
Gezieltes Wischen der Laufflächen: Sobald alle Dämpfe verflogen sind, wischen Sie die Hauptgehbereiche der Böden mit warmem Wasser und mildem Allzweckreiniger. Lassen Sie einen Rand von 5 cm entlang der Sockelleisten unberührt, damit die Schutzbarriere gegen Ungeziefer erhalten bleibt.